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Wandern | Sächsische Schweiz – Bastei, Schwedenlöcher & Lilienstein

Sächsische Schweiz - Bastei, Schwedenlöcher, Lilienstein

Zum Wandern muss man gar nicht weit fahren, denn auch Deutschland bietet schöne Ecken. Da ich mit meinem Wohnort in Dresden nicht weit von der Sächsischen Schweiz entfernt wohne, beschlossen der Freund und ich, in unserem Urlaub einfach Tagesauflüge dorthin zu unternehmen. Alles für Dich festgehalten, falls Du auch mal Lust auf eine Wandertour in Sachsen bekommst. 😉

 

Bastei & Felsenburg Neurathen

Die Bastei in der Sächsischen Schweiz ist vermutlich der Touristen-Hotspot schlechthin. Weil ich auf Instagram einfach schon so oft so unglaublich viele schöne Bilder von dort gesehen habe, habe ich dies auch direkt als ersten Punkt auf unsere Wanderliste gesetzt. Die Anfahrt zur Bastei ist ausgeschildert, sodass man sich ganz unkompliziert dorthin findet. Es gibt zwei Parkplätze, der obere Parkplatz sah mir aber recht klein aus, sodass ich eher den unteren Parkplatz empfehlen würde. Von dort aus fährt in regelmäßigen Abständen ein Shuttelbus hoch auf die Bastei. Im Sommer fährt der Bus alle 30 Minuten, im Winter (ab November) je nach Bedarf. Hier gilt es dann also, sich vorher zu informieren. Hin- und Rückfahrt gibt es für läppische 1,50 € pro Person. Gerade für ältere Menschen definitiv eine super Alternative! Fahrplan und weitere Informationen findest Du auf der Seite der Bastei-Linie.

Da wir aber noch jung sind und keine körperlichen Beschwerden aufweisen, sind wir vom Parkplatz aus natürlich zur Bastei gewandert. Zeitlich kommt es hier auf die eigene Schnelligkeit an. Wir sind jetzt keine Trödler, aber ich bleibe auch gerne zwischendurch mal stehen, um das eine oder andere Foto zu knipsen. Ich würde behaupten, wir sind im guten mittleren Bereich unterwegs und haben für die Wanderung von Parkplatz zur Bastei ca. 45 Minuten gebraucht.

Ist man oben angekommen, folgen erstmal Menschenmassen. Wir waren ungefähr zur Mittagszeit oben und es war einfach nur unfassbar voll, sodass es fast schon wieder keinen Spaß gemacht hat. Aber sehenswert ist die Bastei allemal! Also nicht umsonst vom Tourismus umgeben, weil es irgendwie doch ein Must-See ist. Nächstes Mal würde ich jedoch vermutlich eher so früh wie möglich oder abends dorthin gehen, einfach um die Menschenmengen zu vermeiden. Tipp: Wer sich die Bastei trotzdem für eine Mittagstour vornimmt, findet oben zwei kleine Imbissstände, an denen man pausieren und etwas essen kann.

Fotostrecke Bastei:

Bastei
Bastei

Wenn man über die Basteibrücke läuft, kommt man direkt im Anschluss zur Felsenburg Neurathen. Okay, das ist jetzt keine Burg (keine Ahnung, warum es so heißt), sondern man hat nochmal einen kleinen Rundweg, von dem aus man sowohl sehr schön die Basteibrücke, als auch die umliegende Sächsische Schweiz wunderbar bestaunen kann. Der Eintritt kostet hier 2 € pro Person, lohnt sich aber auf jeden Fall!

Fotostrecke Felsenburg Neurathen:

Sächsische Schweiz Felsenburg Neurathen
Felsenburg Neurathen
Felsenburg Neurathen

 

Schwedenlöcher

Nachdem die Bastei auf der Wanderliste abgehakt ist, kann man natürlich wieder den Rückweg zum Parkplatz antreten. Aber die Schwedenlöcher liegen quasi auf dem Weg und sollte man auch nicht verpassen! Einfach statt in Richtung Parkplatz rechts abbiegen und nach 5 Minuten ist man schon beim Eingang der Schwedenlöcher. Hier gehen sehr, sehr, also wirklich seeeehr viele Treppenstufen runter. Zwischendurch muss man sich immer mal wieder durch kleine Löcher zwängen. Okay, zwängen ist vielleicht übertrieben, aber ab einem gewissen Gewicht wird man hier vermutlich leider Probleme bekommen.

Unten angekommen, hat man die Wahl. Entweder man läuft alle Treppenstufen wieder hoch oder man wählt einen anderen Weg. Da wir ehrlicherweise nicht sonderlich motiviert waren, den gleichen Weg wieder zurück- und hochzulaufen, haben wir uns für Variante 2 entschieden. Von hier aus kann man nochmal zur Neurathener Felsenbühne laufen (die man übrigens ganz gut von der Felsenburg Neurathen sehen kann). Wir sind jedoch in Richtung Amselgrund gegangen. Klar, auch hier geht es bergauf und es kommen Treppen – irgendwie muss man ja wieder hochkommen. Aber so sieht man nochmal was anderes. Rausgekommen sind wir in irgendeinem Dorf. Den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt, vermute aber mal, dass es Rathen war. Von hier aus ist dann auch der Weg zum Bastei-Parkplatz wieder ausgeschildert, sodass man sich problemlos zurückfindet.

Fotostrecke Schwedenlöcher:

Schwedenlöcher
Schwedenlöcher
Schwedenlöcher

 

Lilienstein

Wer, wie wir, noch etwas Zeit hat, kann von der Bastei und den Schwedenlöchern aus direkt zum Lilienstein fahren. Die Fahrzeit mit dem Auto beträgt etwa 15 Minuten. Hier empfiehlt sich eine kurze Google-Suche und Eingabe in Google Maps oder ins Navi, um zum Parkplatz zu gelangen. Auf dem Parkplatz angekommen sieht das Ganze erstmal nach einer ordentlichen Wanderung aus. Aber keine Panik: Oben ist man – je nach Schnelligkeit – in 30 bis 45 Minuten. Eine wirklich schwierige Wanderung bis hoch ist es nicht, allerdings müssen gefühlte 5.000 Treppenstufen bewältigt werden. Dabei gibt es zwei Wege – den Südaufstieg und den Nordaufstieg. Wir haben uns für den Hinweg für den Südaufstieg entschieden. Anfangs hat man eine gemütliche Wanderung mit normalem Wanderweg, dieser währt aber nicht lange und der besagte Treppenmarathon geht los. Man kann zwischendurch aber auch mal eine kurze Erholungspause einlegen. Die Wege und Treppen sind hier breit genug, dass Überholer und/oder Entgegenkommer problemlos an einem Vorbeikommen. Und wenn man oben ist, wird man auch mit einem schönen Ausblick belohnt. Zurück haben wir dann den anderen Weg gewählt (Nordabstieg). Dieser ist etwas länger als der Süd-Weg, beinhaltet ebenfalls viele Treppen, ist aber sonst ebenso unkompliziert zu laufen.

Fotostrecke Lilienstein:

Lilienstein
Lilienstein

 
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