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Bücher

Rezension | Lea Coplin – Mit dir leuchtet der Ozean

Mit dir leuchtet der Ozean
Rezensionsexemplar
Triggerwarnung
Tod von Angehörigen/Bruder, Drogenmissbrauch (in Erinnerungsszenen), Scheidung der Eltern

Als Penny auf Fuerteventura landet, um in einem All-inclusive-Club zu arbeiten, ist Milo der Letzte, mit dem sie rechnet. Milo, der kurz mit ihr auf der Schule war, dessen Name nichts als Ärger verhieß und mit dem sie ein verirrter Kuss verbindet. Jetzt ist ausgerechnet die fröhliche Helena, Pennys Zimmergenossin, mit Milo zusammen und Penny kann ihm kaum aus dem Weg gehen. Aber da ist noch immer die Erinnerung an diesen Kuss. Auch Helena merkt, dass da mehr ist, und das schlechte Gewissen ihr gegenüber droht Penny zu ersticken. Doch Gefühle lassen sich nicht steuern. Selbst wenn sie schnurgerade in die Katastrophe führen.

– dtv Verlag

 

GEDANKEN ZU „MIT DIR LEUCHTET DER OZEAN“

Vor einigen Jahren habe ich NICHTS IST GUT. OHNE DICH. von der Autorin gelesen, was mich aber nicht wirklich überzeugt hat. Jetzt bin ich auf Lea Coplins neustes Buch gestoßen und ich dachte mir: Okay, vielleicht war es nur das eine Buch, mit dem ich nicht warm geworden bin. Also habe ich der Autorin mit ihrem neusten Roman MIT DIR LEUCHTET DER OZEAN eine neue Chance gegeben.

Mit Fuerteventura hat sich Lea Coplin für MIT DIR LEUCHTET DER OZEAN ein schönes Setting ausgesucht, was perfekt zum aktuellen Sommerfeeling passt. Zudem ist es auch mal eine gute Abwechslung zwischen all den College-Geschichten aus dem New Adult Bereich. Zwar spielt sich größtenteils alles im Solana Sunshine Club ab, in dem Penny und Milo an 6 Tagen die Woche arbeiten, aber der Sommer ist trotzdem spürbar. Der Schreibstil ist locker, flüssig zu lesen und man kann sich die einzelnen Szenen gut bildlich vorstellen.

Prinzipiell hat die Autorin es gut geschafft, mein Interesse für die Story zu wecken. Ich wollte unbedingt wissen, was Milo verheimlicht, ob er wirklich die berühmt-berüchtigte Vergangenheit hat und warum Penny sich (zumindest äußerlich) so drastisch verändert hat. Lea Coplin schreibt sowohl aus Milos als auch aus Pennys Sicht, wodurch man gut in ihre Gedanken findet. Allerdings hatte dies auch den Nachteil, dass die Geheimnisse schnell gelüftet wurden und der Story damit die Spannung fehlt. Es gab einfach kaum noch etwas, worauf ich gespannt warten konnte, sodass die Story irgendwann nur noch vor sich dahinplätscherte. Zudem fehlte mir teils die Tiefe in einzelnen Situationen und die individuellen Probleme von Milo und Penny waren relativ oberflächlich abgehandelt.

Auch Milo und Penny als Protagonisten an sich konnten mich nicht zu 100 % überzeugen. Beide waren mir jetzt nicht unsympathisch, aber emotional haben sie mich trotzdem nicht erreicht. Sowohl einzeln als auch zusammen haben sie nichts in mir berührt. Sie waren einfach da. Sobald sie sich im Solana Sunshine Club wiedertreffen, kreisen die Gedanken um den jeweils anderen, man erfährt kaum etwas über ihre eigenen Charaktereigenschaften, was sie interessiert oder bewegt oder was sie überhaupt ausmacht.

 

KURZ & KNAPP

Vielleicht werde ich doch langsam zu alt für diese Art von Geschichten. Gesamt gesehen hat mir MIT DIR LEUCHTET DER OZEAN besser gefallen als NICHTS IST GUT. OHNE DICH und es ist eine nette Unterhaltung für zwischendurch. Aber der neue Roman von Lea Coplin ist, denke ich, auch definitiv eher etwas für die Zielgruppe, die 10 Jahre jünger ist als ich und nicht schon Ende 20. Ich glaube nämlich, dass diese viel Spaß mit dem Buch haben könnten und auch einen besseren Zugang zu Milo und Penny finden. Bei mir sorgte vor allem die fehlende Tiefe und die wenig überraschende Handlung dafür, dass ich nicht vollends überzeugt bin.

 

Insgesamt
3.1
  • Story & Umsetzung
  • Charaktere
  • Schreibstil
  • Spannung

Bibliografie
dtv Verlag – ET: Juni 2021 – 336 Seiten – Einzelband – eBook: 4,99 EUR – Klappenbroschur: 12,95 EUR

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No Comments

  • Reply Rezension: Mit dir leuchtet der Ozean | Lea Coplin - Buchstabensalat

    […] Ela auf frauwinterbunt.de […]

    8. Juli 2021 at 15:02
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