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Rezension | Ursula Poznanski – Die Verratenen | Band 1

Die Verratenen

Vertraue niemandem. Denn jemand will deinen Tod. Es könnte jeder sein.
Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint. Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit. Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.

– Loewe Verlag

GEDANKEN ZU “DIE VERRATENEN“

Mit dem Auftakt der Eleria-Trilogie, DIE VERRATENEN, erschafft Ursula Poznanski eine Dystopie, die irgendwann in der Zukunft spielt. Der Anfang der Geschichte war etwas langatmig und ich habe einige Zeit gebraucht um die Handlung reinzukommen. Man lernt zunächst in Rias Monologen die Welt kennen in der sie lebt und wie das System mit den Sphären und Kuppeln funktioniert. Sicherlich ist das wichtig, jedoch hatte ich irgendwann das Gefühl mich im Kreis zu drehen. Sobald Ria aber mit den fünf anderen Studenten aus dem System flieht, wird die Sache interessant. Während des Buches gibt es nur drei essentielle Fragen: Wer und warum hat man sie verraten und an welcher angeblichen Verschwörung sollen sie beteiligt sein? Man rätselt mit Ria mit und die Autoren führt einen mit Überraschungen auf viele verschiedene Irrwege.

 

Mein Name ist Eleria. Ich bin achtzehn Jahre alt, Vitro Klasse 1, gereiht auf die Nummer 7. Mein Schwerpunkt liegt auf Kommunikation und Rhetorik. Ich bin Opfer einer Intrige. – S. 165

 

Ria ist ein hochintelligentes, selbstbewusstes Mädchen, dass überall beliebt ist und mit Aureljo zusammen ist. Ria war mir sehr sympathisch. Sie gehört zu den Mädchen, die sich zusammenreißen und anfangen zu kämpfen, statt die ganze Zeit über ihre Lage zu jammern. Aureljo ist charismatisch und man möchte ihm eigentlich sofort vertrauen. Dennoch wurde ich nicht so richtig warm mit ihm, irgendwas fehlte an ihm und er war mir ein bisschen zu glatt. Auch die andere vier Studenten – Fleming, Tomma, Tycho und Dantorian – fügen sich gut in die Handlung ein. Nicht immer wirken sie alle sympathisch, besonders mit Tomma hatte ich hier starke Probleme, einige wirken noch zu blass wie Dantorian. Aber hier ist noch Spielraum für die Folgebände.

Die Geschichte wird aus Rias Sicht erzählt. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen werden schön und verständlich beschrieben. Die Sätze sind flüssig sowie kurz und klar gehalten. Die Kapitel sind ebenfalls eher kurz gestaltet, sodass man schnell durch das Buch durchkommt. Das Buch zeugt von einer düsteren und kalten Atmosphäre, die die Autorin auch genauso rüberbringt. Das Ende ist spannend gehalten und macht definitiv Lust, auch zum zweiten Band zu greifen.

 

KURZ & KNAPP – BUCHTIPP

Ein schöner Auftakt für eine Trilogie, auch wenn die Autorin natürlich mit ihrer Grundidee das Rad nicht neu erfindet. Von dem etwas langgezogenen Anfang sollte man sich nicht beirren lassen und weiterlesen, denn das Buch hat eine gute Portion an Spannung zu bieten. Gerade zum Schluss hin lässt sich das Buch kaum noch weglegen.

Insgesamt
4
  • Story
  • Charaktere
  • Schreibstil
  • Spannung

Bibliografie
Loewe Verlag – ET: März 2014 – 464 Seiten – Band 1 – Taschenbuch – 9,95 EUR

Eleria-Trilogie
Band 1: Die Verratenen
Band 2: Die Verschworenen
Band 3: Die Vernichteten

2 thoughts on “Rezension | Ursula Poznanski – Die Verratenen | Band 1

  1. Hi Ela,

    ich hab irgendwie so ein „Die Auswahl“ – Dejavu. Ich weiß nicht, ob man diese beiden Reihen miteinander vergleichen kann. Mit Dystopien tu ich mich oft schwer. Cool wäre, wenn sie mich von Beginn an abholt.
    „Die Verratenen“ könnten es da schwer mit mir haben.

    Liebe Grüße
    Tina

    1. Hallo Tina,
      „Die Auswahl“ kenne ich leider nicht, daher kann ich da keine Vergleiche ziehen. Aber am Ende hat man ja gefühlt bei fast jeder Dystopie ein Deja-Vú – wie gesagt, niemand erfindet hier das Rad neu und das Grundprinzip ist ja immer gleich. Aber ich kann verstehen, wenn du damit deine Probleme hast und es dich nicht sofort abholt, gerade am Anfang wird ja viel über die neue Welt rumgelabert.

      Liebe Grüße und schöne Ostern!
      Ela

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